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Pflanzenschutz Pflanzenschutz heißt vor allem, die Pflanzen vor Schädigungen durch die lebende Konkurrenz zu schützen:
Pflanzenschutzmittel Fungizid: Pilze gedeihen an Pfanzen, deren Blätter häufig eine längere Zeit feucht sind. Anfällige Gewächse müssen frei stehen, damit sie in Sonne und Wind schnell trocknen. Systemische Pilzbekämpfungsmittel werden von der Pflanze aufgenommen und zerstören Parasiten über die Nahrungskette. Mehltau ist ein Pilz, der besonders weit verbreitet ist. Insektizid: Insekten fressen und saugen in den verschiedenen Entwicklungsstadien an allen Pflanzenteilen. Insektizide wirken nicht nur systemisch, sondern vergiften Insekten auch beim direkten Kontakt. Schneckenkorn: Es ist das wirksamste Mittel gegen den Kahlfraß bei Jungpflanzen. Wühlmausgift: Dieser Köder hemmt die Blutgerinnung, die Tiere sterben durch ihn an inneren Blutungen. Gerinnungshemmende Mittel bewähren sich dann besonderns, wenn man Nagern auch mit Fallen nicht mehr Herr wird.
Pflanzenzucht Im Handel gibt es eine Vielzahl fertiger Aussaat- und Vermehrungserden. Zu beachten ist, dass die Erde recht nährstoffarm ist, damit die Wurzeln zur Nahrungssuche angeregt werden. Aussaatschalen sollten nicht zu tief sein. Gute Erde ist locker und durchlässig und hat einen ausreichenden Kalkgehalt. Dieser wichtige Pflanzennährstoff entsäuert und fördert somit das Wachstum.
Wichtig ist auch das richtige Werkzeug. Ein scharfes Messer zum Schneiden der Stecklinge, Pikierstäbe aus Kunststoff, Etiketten, wetterfeste Stifte und eine Gießkanne mit feiner Brause sind hilfreich.
Manche Stecklinge haben Probleme bei der Wurzelbildung. Sie brauchen Hormone. Im Fachhandel gibt es Bewurzelungspulver, die das Wachstum anregen. Zum Keimen und für die Entwicklung benötigen die Pflanzen die richtige Temperatur. Genügend Wärme und Frostschutz lieben die meisten Pflanzen. Bei 18° bis 20°C Grand keimen sie hervorragend. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit hilft den Pflanzen sich zu entfalten. Fein verteilter Wasserstaub aus der Brause (hier bietet sich eine Ballbrause an), ein elektrischer Luftbefeuchter, mit Vlies abgedeckte Saatbeete, Schlitzfolie oder der Schutz einer Abdeckung aus Kunststoff oder Glas verhindert das Austrocknen und lassen die Pflanzen störungsfrei keimen und anwachsen. In Samenschalen und Aussaatgefäßen stehen die Sämlingen meist sehr dicht und müssen ein- oder zweimal umgepflanzt werden. Pikierhölzer sind hierbei eine sinnvolle Hilfe Vermehrungseinrichtungen gibt es im Handel in unterschiedlichen Größen und Ausführungen unter anderem z. B. Treibkisten, Anzucht-Kästen, Anzucht-Gewächshäuser, Zimmergewächshäuser, Mini-Treibhäuser und Saatzuchtbeete. Die Möglichkeiten reichen von einer einfachen Keimbox bis hin zur vollautomatisch gesteuerten Vermehrungsbox. Für Hobbygärtner, die Pflanzenzucht intensiv betreiben sind drei Vermehrungsbeete unbedingt zu empfehlen:
Sobald die Tage wieder deutlich wärmer und länger werden, beginnt das Vorziehen auf der Fensterbank oder, wenn der Boden abgetrocknet ist, die Aussaat. Viele Samen bilden erst Wurzeln, dann Blätter und Triebe, um die Nährstoffversorgung zu sichern. Sehr wichtig ist die gleichmäßige Wasserversorgung. Es hat sich bewährt, Gemüse in kleine Rillen zu säen. Dazu zieht man mit der Hacke oder einem speziellen Rillenzieher etwa 5 cm tiefe Furchen, gibt die Samen hinein, deckt etwas Erde darüber und drückt sie gut fest. In den Vertiefungen hält sich die Feuchtigkeit länger als auf der Oberfläche. Das Saatgut darf nie austrocknen, deshalb immer gut gießen. Um zu dichtes oder klumpiges Säen zu vermeiden, bastelten sich Gärtner Streudosen, indem sie in den Deckel von Metalldosen Löcher bohrten. Heute helfen Ihnen zweckmäßige Sämaschinen bei dieser Arbeit.
Pflanzenfolie Vemehrungseinrichtungen für Stecklinge müssen möglichst dicht gegenüber der Außenluft abschließen, damit im Inneren eine hohe relative Luftfeuchtigkeit erreicht wird. Für weniger empfindliche Stecklinge genügt eine Abdeckung mit einer dünnen Polyäthylen-Folie. Diese dünne Folie lässt einen Luftaustausch zu, ohne dass die Feuchtigkeit verloren geht. Sie wird sofort nach dem Angießen aufgelegt und allseitig gut schließend angebracht. Bei etwas empfindlicheren Stecklingen ist es besser, wenn zwischen ihnen und der Abdeckung ein größerer Luftraum vorhanden ist. Hier können Glocken oder Gläser oder über einen Bogen gespannte Folie benutzt werden. Im Fachhandel zu kaufen ist eine durchsichtige Pflanzenglocke, die sich hervorragend zur Pflanzenvermehrung eignet.
11.05.2009, 15:33 von gartenadmin |
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