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Gartenplanung
Sowohl für eine Gartenneugestaltung als auch für Veränderungen in einem bestehenden Garten ist es hilfreich, die eigenen Ziele relativ genau vor Augen zu haben. Dies bedeutet nicht, dass alle Details von Anfang an ausgearbeitet sein müssen. Nur die eigenen Vorstellungen vom Stil und der Stimmung, die der Garten verbreiten soll, sowie die Frage nach den bevorzugten Gartenelementen sollten bereits durchdacht werden. Da spätere Veränderungen oft kostspielig und zeitraubend sind, ist es lohnend, die Gedanken im Vorfeld zu ordnen und alle Fragen, die die Entstehung des eigenen Wunschgartens betreffen, in die Planung mit einzubeziehen. Bevor Sie sich an die Gestaltung Ihres Gartens machen, sollten Sie gründlich planen und sich mit der Materie vertraut machen. Schon im Planungsstadium sollten Träume und Möglichkeiten unter einen Hut gebracht werden, damit Sie später keine Enttäuschung erleben. Wer einen neuen Garten anlegen oder einen bestehenden Garten neu gestalten möchte, findet in der Literatur, in Fernsehsendungen und „in natura“ viele Beispiele und Anleitungen, die als Inspiration für die Gestaltung des „Traumgartens“ dienen können. Gartengestaltungen von Freunden, Nachbarn und für Besucher zugängliche Gärten liefern zweifelsohne die besten Anregungen. Selbst in großflächigen Anlagen finden sich oft Ideen für den eigenen bescheideneren Garten, etwa der Umgang mit einer Hangfläche oder die Gestaltung von besonderen Elementen wie einem Hochbeet. In Bezug auf die Optik hat ein Garten für das in ihm stehende Haus eine ähnliche Funktion wie der Rahmen für ein Bild. Für die Hausbewohner ist der Garten zudem ein Teil des Wohnbereichs, in dem man sich wohlfühlt, bei schönem Wetter die Freizeit oder Fitnessaktivitäten genießt und an dem man Spaß hat. Nicht zu unterschätzen ist dabei die Tatsache, dass ein Garten Pflege beansprucht. Von der Gartengestaltung hängt ab, wie pflegeintensiv der Garten sein wird. Es gibt Gärten, die sehr pflegeintensiv sind, und solche, die man relativ leicht pflegen kann. Die Pflege eines Gartens hängt vor allem von den individuellen Ansprüchen und persönlichen Maßstäben ab. Überlässt man den Garten voll der Natur, wird man ihn eine Zeit lang als einen „naturbelassenen Garten „ bezeichnen können. Irgendwann aber wird er zu einem Urwald. Ein Garten kann jederzeit umgestaltet oder verschönert werden. Unsere Häuser und Wohnungen verändern sich mit den Jahren und durchlaufen dabei verschiedene Stadien. Auch der Garten ändert sich ständig. Gärten sind dynamische, dreidimensionale Räume, hier versuchen wir, die menschlichen Eingriffe und die gegenläufige Entwicklung der Natur in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Gärten lassen vielfältige Gefühle in uns aufsteigen. Gärtnern ist eine einmalige Kombination von Design, Kunst, Wissenschaft und Natur. Bei der Gartengestaltung versuchen wir, die natürlichen Bestandteile Boden, Gestein, Wasser und Pflanzen mit Baumaterialien wie Stein, Holz, Ziegeln, Metall und Glas zu kombinieren. Dabei streben wir ein gelungenes Gleichgewicht von Größen und Proportionen, Akzenten und Kontrasten, Rhythmus und Bewegung an. So wird der Garten zum Ziel unserer Träume und ein einmaliger Ausdruck für unsere Beziehung zur Natur. Bei dem Besuch eines Gartens lohnt es sich immer, ein Notizheft dabeizuhaben. Gedanken zu Stil und Stimmung wie auch speziellere Informationen zu Gartenelementen und Pflanzungen verleihen den eigenen Vorstellungen klarere Konturen. Anschließend muss eine Auseinandersetzung, allein oder mit Partner und Familien, stattfinden. Schwierige Entscheidungen betreffen kurzfristige Notwendigkeiten und längerfristige Wünsche. Zunächst muss aus Zeitmangel mitunter auf großflächige Effekte mit pflegeleichten Pflanzungen gesetzt werden. Später lassen sich für speziellere Pflanzungen Raum schaffen, etwa ein Hochbeet für Zwiebel- und Steingartenpflanzen. Diese geplanten Veränderungen sollte man bereits in die Skizze aufnehmen. Auch müssen mögliche Unvereinbarkeiten von Stil und manchen Gartenelementen beachtet werden. So passt ein Grill zwar zu einer zwanglos gepflasterten Fläche eines Innenhofes, bildet aber unter Umständen einen Fremdkörper in der kargen Schlichtheit eines japanischen Gartens. Diese Geschmacksfragen muss jedoch jeder für sich beantworten. Für passionierte Pflanzenliebhaber ist das Gärtnern eine Leidenschaft, mit der sie gern viele Stunden verbringen. Für andere Menschen ist Gärtnern wie Hausarbeit: eine lästige Pflicht, die man erledigen muss, um das größte Durcheinander zu beseitigen. Die meisten Gartenbesitzer finden sich zwischen diesen Extremen. Sie verbinden ihre Träume mit praktischen Überlegungen hinsichtlich Platz, Zeit und Geld. Fast jeder findet einen Garten hübsch und angenehm, und ein Bereich im Freien ist für die meisten Menschen ein willkommenes Refugium, in das man sich von der täglichen Hektik zurückziehen kann. Ein Garten kann mehr oder weniger so sein, wie Sie ihn haben möchten. Vielleicht lieben Sie die geraden Linien und die einfache Schlichtheit eines gepflasterten Hofes, in dem nur eine große Bambuspflanze wächst, oder aber Sie bevorzugen die charmante Unordnung einer Gruppe wilder Blumen. Ganz gleich, ob Sie nur einen Balkon besitzen oder einen großen Garten – hier können Sie Ihren Geschmack und Ihre Persönlichkeit ebenso ausdrücken wie in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. Sich in den Garten zurückzuziehen ist sehr entspannend. Auch im kleinsten Hinterhof ist meist Platz für einige Klappstühle. Ein Garten ist von schönen Strukturen, Düften und Geräuschen erfüllt. Ein einfaches Wasserspiel ist ein Blickfang und ein beruhigend wirkender Hintergrund. Teiche locken Tiere an und dank elektrischer Pumpen und moderner Wasserfilter gehören die Teiche mit muffig riechendem Wasser längst der Vergangenheit an. Die Pflege bleibt jedoch wichtig – wenn Sie Ihren Teich unter Bäumen anlegen, müssen Sie die abgefallenen Blätter regelmäßig von der Wasseroberfläche entfernen. Natürliches Aussehen bedeutet nicht immer Pflegeleichtigkeit, und auch ein natürlich aussehender Garten darf nicht vernachlässigt werden. Bevor ein realistischer Gartenplan entstehen kann, muss man sich in Ruhe mit dem Grundstück vertraut machen. Es ist wichtig, einen Eindruck des Gartens zu verschiedenen Tageszeiten, wenn möglich auch zu verschiedenen Jahreszeiten, zu bekommen, um zu wissen, welche Bereiche am sonnigsten sind und wann welcher Schatten vorherrscht oder um die wärmsten und kältesten, die feuchtesten und windigsten Ecken zu entdecken. Jedes Grundstück hat gute und schlechte Seiten – es kann sehr klein sein, ausgelaugten Boden aufweisen oder an einem steilen Hang liegen, doch kann dies auch Herausforderung sein, einen besonders interessanten Garten zu schaffen. Je nach diesen Gegebenheiten werden nun vielleicht voreilige Ideen fallen gelassen oder zumindest so abgewandelt, dass sie mit der Größe und den Bedingungen des Grundstücks in Einklang zu bringen sind. Eine Frage der Größe Die jeweilige Größe eines Grundstücks kann auf verschiedene Weisen optimal genutzt werden.
Es wird am besten mit von Hecken und anderen abschirmenden Elementen in kleinere Bereiche aufgeteilt. Ausblicke, Blickfänge oder überraschende Elemente tragen dazu bei, dem Garten Zusammenhang zu verleihen. Vielleicht bietet sich die Möglichkeit, Bäume oder große Sträucher zu setzen (zusätzlich zu bereits vorhandenen Gehölzen). Pflanzen, die aufwendige Pflege erfordern, müssen mitunter auf kleinere Bereiche konzentriert werden.
Auch kleine Grundstücke bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ein erweitertes Raumgefühl kann entstehen, indem die umgebenden Gehölze in die Gestaltung einbezogen werden. Eine leicht erhöhte Ebene und wenige große Pflanzen setzen Akzente. Eine Frage der Form Die Form eines Grundstücks ist ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Planung des Gartens.
Auf einem langen schmalen Grundstück leitet ein gerader Weg von einem Ende zum anderen das Auge unmittelbar zur Grundstücksgrenze und verkürzt somit optisch den Garten. Damit sich nicht alles auf den ersten Blick erschließt, ist es lohnend, ein bis zwei Abschirmungen zu errichten, die sich teilweise in den Garten hinein erstrecken, ihn unterteilen und auch den Weg somit zu einem angenehmen Umweg machen.
Ein großzügiger breiter Garten vor dem Haus entspricht häufig der idealen Vorstellung. Er kann beispielweise mit fließenden Linien gestaltet sein oder mit einem breiten zentralen Weg, der auf beiden Seiten von hohen Hecken gesäumt wird, deren Durchgänge wiederum Zutritt zu einzelnen Bereichen bieten. Auch Rankgitter, die sich von vorne bis hinten durchziehen, bieten eine Möglichkeit, einer kurzen breiten Fläche angenehmere Proportionen zu verleihen.
Eine Anlage, die die Grundstücksgrenzen verdeckt, kann einige der Nachteile eines unglücklich geschnittenen Gartens ausgleichen. Bei einem dreieckigen Garten können beispielsweise die Ecken so bepflanzt oder mit einem Schuppen bestückt werden, dass ein bis zwei gleichmäßig geformte Flächen entstehen. Umgang mit Hügeln Bei einem abfallenden Grundstück bieten sich Möglichkeiten, die verschiedenen Ausblicke optimal zu nutzen und auf gestuften Ebenen deutlich unterschiedliche Gartenbereiche zu schaffen.
Der ehrgeizigste Umgang mit einem abfallenden Hang ist die Anlage von terrassierten Flächen, die von Stützmauern gehalten und durch Stufen verbunden sind. Hierzu müssen häufig größere Mengen Erdwerk bewegt werden. Damit die Stützmauern dem Druck der Erde und Feuchtigkeit standhalten, müssen sie verstärkt werden.
Als Alternative zu Stufen beanspruchen sanft abfallende Flächen oder Rampen mehr Gartenfläche. Für ältere Menschen sind sie jedoch besser zu begehen. Auch eignen sie sich für Gartengeräte wie Schubkarren und Rasenmäher und sind rollstuhlfreundlich. Und natürlich freuen sich Kinder über die freie Bahn für Fahrzeuge jeglicher Art. Lage und Ausblick Falls der Garten einen schönen Ausblick bietet, lohnt es sich, diesen in die Gestaltung mit einzubeziehen. In den meisten Fällen muss man jedoch eher unschöne Ausblicke verdecken.
Damit ein Ausblick wirklich zur Geltung gelangt, sollte er einen Rahmen bekommen. Dies gilt auch für Ausblicke innerhalb des Gartens. Rahmen gestaltet man mit paarweise gesetzten Sträuchern und Bäumen, mit von Gehölzen gesäumten Wegen und mit Bögen.
Bei einem einsehbaren Garten kann eine Erhöhung der Mauern und Zäune in Betracht gezogen werden, etwa mit einem Spalier, das oberhalb befestigt und mit Kletterpflanzen begrünt wird. Auch Gehölze entlang der Grundstücksgrenze schaffen Geborgenheit, brauchen jedoch Zeit, bis sie groß genug sind.
Die Nutzung vieler Gärten wird durch Verkehrslärm beeinträchtigt. Mit einer Hecke oder anderem dichten Bewuchs lässt sich der Geräuschpegel reduzieren. Für Kinder – und auch für viele Erwachsene – ist der Garten ein natürlicher Spielplatz. Hier kann man Vögel beobachten, hinter Schmetterlingen herlaufen, Ball spielen oder mit dem Hund umhertollen. Die meisten Menschen finden einen gewundenen Weg, eine Tür in einer Gartenmauer und einen Blick auf etwas halb Verstecktes geheimnisvoll und einladend. Solche Gartendetails illustrieren die Bedeutung von Geheimnis und Überraschung. Ein Garten, der auf den ersten Blick alle seine Geheimnisse preisgibt, wirkt nicht so faszinierend wie ein Garten, der dazu einlädt, weiter erkundet zu werden. Für die meisten Mitteleuropäer ist ein privates Schwimmbecken etwas Luxuriöses oder sogar ein Statussymbol. Im Mittelmeergebiet und in vielen Teilen der USA sowie Australiens findet sich dagegen in vielen Gärten ein Schwimmbecken. Mit ihren klaren Linien und dem kristallklaren Wasser bringen Schwimmbecken etwas Modernes in den Garten. Der Standort muss sorgsam ausgewählt werden, damit man die Sonne optimal genießen kann. Wie stets bei Wasser, ist die Sicherheit sehr wichtig, vor allem, wenn Sie kleine Kinder haben. Obst und Gemüse wird schon seit Jahrtausenden in Gärten gezogen. Selbstgeerntetes ist frisch und besonders wohlschmecken. Oft erfordert es nicht viel Platz im Garten. Salat kann einen Weg säumen, Feuerbohnen gedeihen zwischen hübsch blühenden oder angenehm duftenden Pflanzen. In den alle Wege säumenden üppigen Blumenbeeten mit ihrer endlosen Aufeinanderfolge von Frühlingsblühern, Anemonen, Schlüsselblumen, Goldlack, Bartnelken, Glockenblumen, Löwenmaul und Tigerlilien gedeihen auch höher wachsende Schönheiten, z. B. Moos- und Provence-Rosen, die neben Spalieräpfeln wachsen. Gärten verzeihen es viel leichter, wenn man nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ vorgeht. Für jede Enttäuschung entschädigt eine hübsche Überraschung. Mit ihrem Reichtum an Farben, Formen, Licht und Schatten sowie deren Änderungen mit Zeit, Jahreszeit und Klima regen Gärten unsere Sinne an und erfrischen Körper und Seele. Planen Sie rechtzeitig und fachgerecht. Die Gestaltung Ihres Gartens hängt natürlich zunächst von Ihrem persönlichen Geschmack und Ihren Wünschen ab. Die wichtigste Frage ist somit zuerst: Was will ich alles in meinem Garten machen ? Erstellen Sie sich zunächst eine Wunschliste, in die Sie alles eintragen, was Sie in Ihrem Garten unterbringen möchten. Diese Liste mit Ihren grundlegenden Wünschen an die Funktionen Ihres zukünftigen Gartens müssen Sie dann mit den spezifischen Gegebenheiten Ihres Gartens – der Lage, dem Klima, der Bodenbeschaffenheit und nicht zuletzt dem speziellen Sonneneinfall und den Windverhältnissen – in Einklang bringen. Als Erstes müssen Sie nun Ihren gesamten Besitz genauestens ausmessen. Dabei beginnen Sie natürlich bei den geplanten oder schon vorhandenen Baulichkeiten (Haus, Garage, Gartenhäuschen). Im günstigsten Fall besitzen Sie eine Architektenzeichnung im häufig anzutreffenden Maßstab 1 : 100. Dann brauchen Sie an Ihrem Haus den Zollstock für die Gartenplanung gar nicht anzulegen. Wenn Sie Ihre Wünsche konkretisiert haben, können Sie sich nun daran machen, den entwickelten Plan Schritt für Schritt zu verwirklichen. Als Erstes sollten Sie von Ihrem Grundstück alles, was stört, entfernen. Bei einem alten Garten mögen es etliche Pflanzen und eine Mauer sein, die nicht in Ihre Pläne passen. Oder da sind vielleicht Äste, die Sie ausschneiden möchten, um der bestimmten Gartenecke einen anderen Charakter zu geben. Bei einem neuen Garten müssen Sie wahrscheinlich zunächst den Bauschutt abfahren lassen und dann prüfen, wie dick der darunter liegende Mutterboden ist. Eine gründliche Unkrautbeseitigung gehört selbstverständlich auch zu den ersten Arbeiten. Jetzt können Sie damit beginnen, Ihren Plan auf die Gartenfläche zu übertragen. Ausgerüstet mit ausreichend Schnur, einem Maßband, Holzpfählen und einem Holzhammer stecken Sie zunächst alle rechteckigen Flächen ab. Hierbei reicht es im Allgemeinen, wenn Sie die Eckpunkte mit Pfählen markieren. Bei geschwungenen Linien können Sie in kurzem Abstand kleine Holzlatten in das Erdreich schlagen und sie mit der Schnur miteinander verbinden. Auf diese Weise stecken Sie alle Randlinien ab – auch die des Sandkastens, der Pergola, des Gartenhauses usw. . Prüfen Sie jetzt vorsichtshalber, ob alle geplanten Wege auch breit genug sind, damit man z. B. mit einer Schubkarre auch zwischen den Beeten gut durchkommt. Haben Sie eine Zufahrt zu Ihrem Haus geplant, gilt es jetzt auszuprobieren, ob auch wirklich genug Platz da ist, um unbeschwert auf beiden Seiten des Autos aussteigen zu können. Überzeugen Sie sich also rundum, ob Ihr Plan sich in der Ausführung auch wirklich als so optimal herausstellt. Oft ist eine Umgestaltung des Gartens dadurch vorprogrammiert, dass sich die Art seiner Nutzung durch die Schwerpunkte des Eigenbedarfs ändert: Ein Ehepaar mit kleinen Kindern wird den Garten so einrichten, dass er viel Freifläche für die Kinder bietet. Kleinkinder werden möglicherweise einen Sandkasten und auch ein Planschbecken benötigen, später kommen eine Schaukel und andere Vorrichtungen hinzu, die nach wenigen Jahren vielleicht durch eine größere Rasenfläche ersetzt werden, auf der z. B. Federball gespielt werden kann usw. Wenn einige Jahre später die Kinder das „Nest“ verlassen, kann man den Garten romantisch umgestalten, so dass er sich zu einer traumhaften, grünen Oase entwickelt. Neben den Fragen der Nutzung des Gartens fließen bei der Planung auch Überlegungen zum bevorzugten Stil mit ein. Von strenger Formgebung über Gartenideen aus anderen Kulturen und Klimazonen bis zum Urwald-Effekt ist alles möglich. Häufig wird zwischen formaler und zwangloser gärtnerischer Gestaltung unterschieden, doch lässt sich eine klare Trennlinie nicht ohne weiteres ziehen. Der Reiz des heute wieder aktuellen Bauerngartens liegt in seinem gelungenen Miteinander verschiedenster Pflanzen, die verdecken, dass er häufig auf einer schlichten geometrischen Anlage basiert, wie sie auch für klassische formale Gärten verwendet wird. Die Vor- und Nachteile sollten gründlich abgewogen werden Der Formale Garten Die ruhige Ordnung formaler Gärten entsteht zumeist durch eine ausgewogene Gestaltung des Raumes mit symmetrischen Details. Häufig ist die einfache Verdopplung: etwa zwei Pflanzkübel zu beiden Seiten eines Eingangs oder einer Sitzgelegenheit. Eine Allee bildet eine Erweiterung der paarweisen Gestaltung und verleiht einer Auffahrt einen stark formbetonten Charakter. Auch strenge Hecken, Form- oder Spaliergehölze betonen den formalen Charakter eines Gartens. Ein weniger streng gehaltener formaler Garten entsteht durch eine rhythmische Bepflanzung, wobei in regelmäßigen Abständen die gleiche ins Auge fallende Pflanze gesetzt wird. Der sorgsam gemähte Rasen und die gepflasterten Flächen, in Form geschnittene Sträucher und symmetrische Details verleihen diesem Garten eine formale Wirkung. Der Umschlossene Garten Ein eingeschlossener Raum, der durch Mauern von der umgebenden Landschaft abgetrennt ist und sich durch Bepflanzung und Gestaltung abhebt, zählt zu den ältesten Gartenformen. Ursprünglich mag er grünes Refugium fernab der rauen Natur gewesen sein. Heute gilt die Suche einem Ort, der uns dem regen lauten Treiben entkommen lässt. Die typische moderne Form dieses Gartens ist von den Mauern der anliegenden Häuser umgeben oder befindet sich auf Balkonen und Dächern. Die Fläche ist meist sehr begrenzt, doch bietet dies den Vorteil, dass hier mit Hilfe der entsprechenden Bepflanzung leicht ein intimer Rückzugsort entstehen kann. Im Extremfall besitzt der umschlossene Garten keine Beete, sondern wurde nur mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kübelpflanzen wunderbar verzaubert. Der Familiengarten Ein gelungener Garten für die Familie ist ein optimaler Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Erwachsenen und der Kinder. Im Idealfall ist der Garten sicher umschlossen und bietet Lebensraum für Pflanzen, eine Spielwiese für Kinder und einen Ruheort für die Eltern. Wenngleich praktische und Sicherheitsüberlegungen dominieren, kann der Garten dennoch attraktiv gestaltet und kreativ bepflanzt werden. Lohnend ist es auch, bereits zu Beginn zu bedenken, wie der Garten später, vielleicht mit etwas mehr gärtnerischem Ehrgeiz, gestaltet werden kann, wenn die Kinder dem Spielalter entwachsen. Der Freizeitgarten Für alle Vielbeschäftigten, die auch in der Freizeit zahlreichen Aktivitäten nachgehen, bildet der ideale Garten eine hübsche Umrahmung für das Haus, ohne allzu hohe Anforderungen zu stellen. Es gilt, das richtige Gleichgewicht zwischen der Zeit, die für das Genießen des Gartens bleibt, und jener, die man für dessen Instandhaltung aufbringen muss, zu finden. Beete und Rabatten sind anspruchsvoller in der Pflege als befestigte Oberflächen, doch wenn man sie mit robusten bodendeckenden Zierpflanzen begrünt, sind sie pflegeleicht und sehen dennoch gut aus. Der Nutzgarten Ein Nutzgarten, der Gemüse, Obst und Kräuter der Saison für den eigenen Bedarf liefert, kann vielerlei Formen annehmen. Der traditionelle, großzügige Küchengarten mit rasterförmig gezogenen Wegen erfüllt sämtliche Wünsche, erfordert jedoch viel Platz und ist arbeitsintensiv. Eine reizvolle Lösung bietet der kleine Obst- und Gemüsegarten, in dem Nutzpflanzen so dekorativ wie möglich gesetzt und mit einigen farbintensiven Zierpflanzen kombiniert werden. Auch Gemüse lässt sich mit Sommerblumen und Stauden in einer gemischten Rabatte kombinieren. Zahlreiche Nutzpflanzen kann man leicht in Kübeln oder Balkonkästen ziehen, so dass selbst der kleinste Garten Früchte aus eigenem Anbau bereithält. Der Liebhabergarten Der Liebhabergarten hat zahlreiche Gesichter, die aber stets die Vorlieben und den Geschmack des Gärtners und die Herausforderungen des Grundstücks widerspiegeln. Insbesondere hebt er sich fast immer durch die Qualität der Bepflanzung hervor. Die Begeisterung des Gärtners äußert sich oft in einer Sammelleidenschaft für seltene, ungewöhnliche oder auch für bestimmte Pflanzen (etwa Rosen), und dies am eindrucksvollsten, wenn die jeweiligen Standortbedingungen den Pflanzen besonders zusagen. Die Pflanzen werden je nach Ansprüchen und in einer ästhetischen Weise kombiniert, und es entsteht das Gefühl, der Garten sei nicht statisch, sondern in ständiger Entwicklung. Wenn es heißt, dass der Gartenbesitzer in seinem Traumgarten Erholung findet, ist darunter in erster Linie die seelische Erholung zu verstehen. In einem Garten wächst und gedeiht alles recht schnell – und leider auch das, was man im Garten nicht unbedingt haben möchte. Mit den gewünschten Pflanzen wächst die „Arbeit“ in Gestalt von Unkraut in einem jeden Garten ständig nach. Je größer ein Garten ist, desto wichtiger ist es daher, dass er sich möglichst leicht pflegen lässt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Ausführung der Umrandungen, der Gartenwege und der Übergänge von einzelnen Gestaltungselementen. Überall, wo im Garten eine Umrandung zu finden ist, wachsen Gras und Unkraut kräftig nach. Es ist dann praktisch wenn es sich mit einem Rasenmäher mähen lässt. Wie Sie ihren Garten planen, hängt von dessen Größe und von Ihren Prioritäten ab. Lassen Sie sich nicht von Konventionen einschränken. Einige der gelungensten Gärten sind aufgrund von Ignoranz oder Unkenntnis entstanden, oder durch den einfachen Wunsch, Grenzen zu überschreiten. Manche Gärten sind von der Liebe ihres Besitzers zu einer bestimmten Pflanze oder Pflanzengruppe geprägt, z. B. Gärten, in denen zahlreiche Alpenpflanzen oder viele alte Rosen wachsen. Im Garten will man sich entspannen und Ruhe finden, gleichzeitig nutzt man ihn auch für den Pflanzenanbau und verschiedene Freizeitaktivitäten. Das Gärtnern bildet eine Brücke zur Natur und regt unsere Sinne an. Die Freude über die ersten Blüten, die sich in der Frühlingssonne öffnen, oder über einen Baum, der zum ersten Mal Früchte trägt, zählt dabei zu den besonderen Kostbarketen.
04.05.2010, 11:31 von gartenadmin |
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