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Der Wintergarten
Wer einmal einige Stunden in einem Wintergarten verbracht hat, weiß sofort, was einem zu Hause fehlt, wenn man noch nicht Besitzer oder Bewohner eines solchen ist. Durch die Verglasung an Decken und Wänden sind Wintergärten so hell wie kein anderer Aufenthaltsraum. Vor Wind und Wetter geschützt kann man hier sommers wie winters schöne Stunden mitten im Grünen verbringen, während es draußen kräftig gewittert oder die Schneeflocken tanzen und Eiseskälte herrscht. Kein Wunder also, dass ein Wintergarten oder zumindest ein Wohnraum mit großen Glasfronten ganz oben auf den Wunschlisten der Bauherren und Hausbesitzer steht. Der Wintergarten im Wandel der Zeit Geschützte Winterquartiere für frostempfindliche Pflanzen sind bereits seit ein paar Jahrhunderten bekannt. Bereits im 16. Jahrhundert wurden nördlich der Alpen frostgeschützte Winterquartiere für Pomeranzenpflanzen errichtet. Diese zerlegbaren, an der Südseite mit Glaswänden versehenen Holzkonstruktionen stellte man im Winter über den Pflanzen auf und beheizte sie mit einfachen Öfen. Im 17. und 18. Jahrhundert galt der Wintergarten als Statussymbol für wohlhabende Geschlechter. Ende des 18. Jahrhunderts entstanden erste Wintergärten bei Paris. Relativ jung ist die Idee, verglaste Anbauten und Veranden, in denen die Bepflanzung vorwiegend der Dekoration dient, als Veranstaltungsort für festliche Gesellschaften oder als zusätzlichen Wohnraum zu nutzen. Die Orangerien Die „Pomeranzenhäuschen“ waren die Vorläufer der großen Orangerien. Aus ihnen entwickelten sich im Laufe der Zeit feste, mehr und mehr auch repräsentative Bauwerke, in denen empfindliche Gewächse ganzjährig gepflegt wurden. Es waren die Fürsten und Könige Europas, die sich in ihren Schlossgärten große Orangerien erbauen ließen. In diesen mit riesigen Fenstern ausgestatteten Gebäuden wurden Pomeranzen-, Orangen- und Zitronenbäume untergebracht. Da die Orangerien häufig auch als Ort für festliche Veranstaltungen dienten, mussten hier, im Gegensatz zu den ursprünglichen Holzbauten, die Pflanzen beweglich bleiben, damit sie bei Platzbedarf auch ins Freie geräumt werden konnten. Man kultivierte sie deshalb mehr und mehr in Kübeln. An die architektonische und technische Ausführung dieser Pflanzenschauhäuser, ihre Beheizung und Belüftung, vor allem aber an die Gärtnerkunst wurden höchste Ansprüche gestellt. Und so waren viele der besten Gärtner auch Konstrukteure und Architekten. Öffentliche Wintergärten Wohl nach dem Vorbild der fürstlichen Orangerien und Pflanzenschauhäuser eröffnete 1820 der Handelsgärtner Breiter in Leipzig den ersten großen, der Allgemeinheit zugänglichen Wintergarten mit Kaffeehausbetrieb. Er bot Platz für 600 Personen, ein Sortiment von etwa 25 000 Pflanzen wurde ständig für die Kunden bereitgehalten. Als immer mehr exotische Gewächse aus anderen Breitengraden nach Mitteleuropa eingeführt wurden, entstanden für deren Pflege, Zucht und Vermehrung Anfang des 18. Jahrhunderts große Gewächshäuser, die bereits über die Möglichkeiten einer konstanten Klimaführung verfügten. Man baute Heizungen mit Heißluftkanälen, Lüftungsklappen und Beschattungsvorrichtungen ein. Die Gewächshäuser wurden immer größer und höher gebaut, Eisen löste Holz als tragendes Konstruktionsmaterial ab. Erstes grandioses Beispiel dieser neuen Konstruktionen war das 1850 von dem englischen Gärtner und Architekten Joseph Paxton entworfene Ausstellungsgebäude der ersten Weltausstellung in London, der sogenannte „Kristallpalast“. Nur durch die Verwendung von standardisierten Bauteilen aus Holz und Gusseisen, die massenweise vorgefertigt wurden, war es überhaupt möglich, ein solch gigantisches Bauprojekt zu verwirklichen. Lange Zeit blieb England im Bau solcher Glaspaläste führend. Aber schon bald entstanden nach ähnlichem Vorbild in ganz Europa öffentliche Wintergärten, teils als weitläufige Palmenhäuser botanischer Gärten, teils als Ausstellungshallen oder Veranstaltungsorte für gesellschaftliche und festliche Anlässe. Der bürgerliche Wintergarten Mit dem Entstehen des Großbürgertums Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus den Orangerien und Gewächshäusern der private Wintergarten. Er gehörte zum unverzichtbaren Bestandteil der bürgerlichen Villa. Der Wunsch, auf diese Weise eine Erweiterung des Wohnraums zu schaffen, hatte dabei Vorrang vor dem gärtnerischen Interesse. Der noch unbeheizte Wintergarten wurde allerdings nur im Sommer und in den milden Übergangsmonaten genutzt. In den Villenvierteln vieler Städte, dort, wo der Krieg keine Spuren hinterlassen hat, sind noch heute viele Beispiele aus der Gründerzeit zu bewundern. Die formale Vielfalt und der gestalterische Einfallsreichtum der alten Wintergärten und verglasten Veranden lassen sich mit dem heutigen modernen Angebot nicht erreichen. Nicht immer jedoch trugen die Anbauten zur Vervollkommnung eines bestehenden Bauwerks bei. Die häufigste Form des Anbaus war die verglaste Veranda. Ein Balkon erhielt ein Dach und wurde an seinen drei offenen Seiten mit einem kunstvollen Eisengerüst versehen und verglast. Was an technischer Ausstattung fehlte, wurde durch gestalterische Raffinesse ausgeglichen wie zum Beispiel kunstvoll verzierte Brüstungen, Säulen und kühn geschwungene Treppengeländer. Ende des 19. Jahrhunderts baute man immer häufiger überdachte Freisitze an die Villen an. Die anfangs noch offenen Seitenwände wurden später ebenfalls verglast. Da auch diese Freiplätze noch nicht beheizt wurden, hielt man die Tür zu den dahinterliegenden Wohnräumen geschlossen. Die Temperatur im Glasanbau glich der im Freien, der Aufenthalt in ihm war also nur bei milder Witterung möglich. Bereits im 19. Jahrhundert wurden die Gerüste für Glasveranden und Wintergärten industriell serienmäßig hergestellt und von den Herstellern Baukastensysteme entwickelt, aus denen der Bauherr seinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend wählen konnte. In Deutschland blieb der Wintergarten bis zum Ersten Weltkrieg populär. Mit einer neuen funktionellen Architektur Anfang des 20. Jahrhunderts kam der mit schnörkeligen Gusseisenprofilen gebaute Wintergarten aus der Mode. Der allgemeine Mangel in den Nachkriegs- und Notzeiten ließ dann den Wintergarten von der Wunschliste der Hausbesitzer und Bauherren verschwinden. Die Renaissance des Wintergartens Erst vor etwa 15 Jahren entdeckt man die zusätzliche Wohnqualität, die ein Wintergarten bieten kann, wieder neu. Ausschlaggebend dafür waren pflegeleichte Konstruktionen und moderne Eindeckungsverfahren. Auch die Technik der Verglasung hatte sich weiterentwickelt. Eine entscheidende Rolle spielte die Möglichkeit, durch Nutzung der Sonneneinstrahlung fossile Energie einzusparen. Beim heutigen Wintergarten steht die naturnahe Wohnraumerweiterung im Vordergrund. Die Ansprüche an die Möglichkeiten seiner Nutzung sind nicht auf den Winter beschränkt, sondern lassen ihn zum „Ganzjahresgarten“ werden. Die Pflanzen dienen dabei vorwiegend der Dekoration, ihre Pflege soll möglichst automatisch erfolgen. Lichtdurchlässiges Glas Es mag zunächst paradox klingen, aber unter Glas stehen die Pflanzen oft im Dunkeln! Dieses Phänomen hängt damit zusammen, dass grüne Blätter für den Energieaufbau (Photosynthese) nur ein bestimmtes Lichtspektrum nutzen können. Die maximale Energieausbeute liegt bei Wellenlängen zwischen 380 und 780 nm. Viele Gläser filtern aber gerade diese Wellenlängen aus dem Licht heraus. Während unsere Augen im Bereich zwischen 500 und 600 nm am besten sehen und die Situation als „sehr hell“ einstufen, erreicht kaum verwertbares Licht das Laub Ihrer Pflanzen und sie kümmern. Welches Glas ist am besten? Aus Sicht der Pflanzen ist Einfachglas am besten, denn es filtert am wenigsten Licht heraus. Einfachglas kann jedoch unter Berücksichtigung der Energieeinsparverordnung nur in ungeheizten Glasanbauten verwendet werden. Für beheizte Wintergärten ist Wärmeschutzglas Pflicht. Es filtert etwa 30% Licht heraus, was für die meisten Pflanzen während des Sommers ein tolerierbarer Wert ist. Besonders lichthungrige Pflanzen mediterraner Gebiete können hier jedoch während des Winters unter Lichtmangel leiden. Mit einer reflektierenden Schicht bedampfte Sonnenschutzgläser filtern zwischen 40 und 60 % des Lichts heraus, dabei besonders hohe Anteile des pflanzenwichtigen blauen und roten Bereichs. Das verbleibende, grüne Spektrum (um 550 nm) reicht zur Photosynthese für die meisten Pflanzen nicht aus. Nur ausgesprochen schattenverträgliche Tropenkinder kommen hier noch zurecht. Fragen Sie deshalb vor dem Bau Ihres Wintergartens unbedingt nach der Lichtdurchlässigkeit des geplanten Glases und stimmen Sie gemeinsam mit dem Hersteller den Glastyp auf Ihre späteren Pflanzenwünsche ab. Das Wintergartenklima Bei einer ganzjährigen Nutzung des Wintergartens müssen dort Bedingungen geschaffen werden, die den Aufenthalt für Menschen und Pflanzen gleichermaßen behaglich machen: im Sommer wirkungsvolle Schattierung und Lüftung, in der kalten Jahreszeit angenehme Wärme. Für Pflanzen unter Glas haben Licht, Luft, Feuchtigkeit und Wärme eine besondere Bedeutung. Licht und Wärme müssen im Sommer reduziert werden, Kälte und Lichtmangel im Winter machen einen Ausgleich durch Heizungswärme und Kunstlicht notwendig. Jeder Glasbau vermittelt Transparenz und eine helle, sonnige Atmosphäre. Häufig wird jedoch die Wärme, die sich durch eine Rundumverglasung im Inneren des Baus entwickelt, unterschätzt. Deshalb sind zumindest Teilbereiche des Wintergartens zu beschatten. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Pflanzen im Wintergarten – insbesondere diejenigen mit tropischer Herkunft –eine bestimmte Menge an Licht bauchen, um im Glasgarten auch im Winter gedeihen zu können. Die richtige Heizung Ein Glasbau ist als thermisch labil zu bezeichnen, denn er reagiert wie kein anderer Baukörper auf Temperaturschwankungen. Er heizt sich schnell auf und kühlt ebenso schnell ab. Deshalb sollte er zum Wohnbereich hin abschließbar sein. Insbesondere größere Wintergärten, die zu den dahinterliegenden Wohnräumen stets offen bleiben, werden in der kalten Jahreszeit unweigerlich zur Energieschleuder, selbst dann, wenn sie mit Wärmeschutzglas eingedeckt sind. Kann der Wintergarten jedoch durch Glas-Schiebetüren von den dahinterliegenden Wohnräumen dicht abgetrennt werden, fungiert er als Klimapuffer und spart Heizkosten. Jeder Wohn-Wintergarten sollte mit einer entsprechenden Heizung ausgestattet sein, damit die Raumtemperatur im Winter nach Bedarf hochgefahren werden kann. Die ideale Lösung wäre eine Konvektorenheizung, da hier keine Strahlungsverluste auftreten. Konvektoren geben die Wärme schnell ab und halten – bei Anordnung längs des Fundamentsockels – die Innenfläche der Glaswände frei von Kondenswasser. Die Heizung muss den erforderlichen Wärmebedarf decken. Anhand der gewünschten Wärmedaten sollte die Berechnung wie die Installation vom Fachmann vorgenommen werden, vor allem auch im Zusammenwirken mit Solarsystemen. Luftfeuchtigkeit Eine regelmäßige Lüftung des Wintergartens ist insbesondere nötig, um zu vermeiden, dass die Luftfeuchtigkeit ansteigt. Auch ein Ventilator sorgt für Luftbewegung und wirkt entfeuchtend. Ansonsten schlägt sich frühmorgens und in kalten Nächten an den Innenseiten der Glaswände Feuchtigkeit nieder. Spezielle Aluminiumprofile mit Auffangrinne leiten dieses Tauwasser ab.. Je mehr Pflanzen im Wintergarten vorhanden sind, je niedriger die Lufttemperatur ist, desto höher wird die Luftfeuchtigkeit, die in der Folge im gesamten Wohnbereich steigt. Bei Doppel- bzw. Isolierverglasung entwickelt sich mehr Luftfeuchtigkeit als bei Einfachverglasung, da es keinen Luftaustausch durch Undichtigkeiten gibt. Bei der Isolierverglasung weisen die Innenflächen höhere Temperaturen auf. Die Luftfeuchtigkeit steigt, es bildet sich verstärkt Kondenswasser. Dies und ein Beschlagen des Materials lässt sich nicht gänzlich verhindern, jedoch weitgehend durch Ableiten des Kondenswassers in Entwässerungsrinnen der Konstruktionsprofile einschränken. Ein Hygrostat kontrolliert und regelt die Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit einem Luftentfeuchtungsgerät, dass der Raumluft einen Teil der Feuchtigkeit entzieht. Die relative Luftfeuchte in Prozenten sollte das Zwei- bis Dreifache des Temperaturwertes betragen, zum Beispiel: 20 °C Wärme = 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. Das Gießen mit System Unter Glas sind die Pflanzen von den natürlichen Niederschlägen abgeschirmt und beziehen ihr Wasser nur aus dem, was der Mensch ihnen zukommen lässt. Im Hochsommer bedeutet das tägliches Gießen. Wie gerne würde man sich dieser lästigen Pflicht entledigen. Doch nicht umsonst sagen die Profis: Am Gießen erkennt man den Gärtner! Pflanzen sind Individuen mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen. Selbst innerhalb einer Art gibt es feine Unterschiede, die sich zum Beispiel aus der Größe des Topfes, der Erdqualität und der Vitalität der Pflanze ergeben. Würde man sie alle über einen Kamm scheren, ginge das über kurz oder lang auf Kosten ihrer Gesundheit. Vor allem auf ständig zu viel Wasser reagieren zahlreiche Wurzeln sehr empfindlich. Wer nicht binnen weniger Tage die Ursache für das Kümmern der Pflanze feststellt, riskiert ihren Verlust. Deshalb ist es wichtig, jede Pflanze einzeln zu versorgen und auf Schwankungen individuell zu reagieren. Eine automatische Bewässerung kann hier nur eine Hilfe sein, das Gießen von Hand aber nie ganz ersetzen, da sie nicht flexibel reagieren kann. Mit Pflanzen den Wintergarten gestalten Wohn-Wintergärten werden im Winter auf Zimmertemperatur geheizt und sind ganzjährig als Wohnraum nutzbar. Das Ziel aller gestalterischen Überlegungen muss sein, eine Einheit zwischen der Architektur des Wintergartens sowie Mensch und Pflanzen herzustellen. Der Standort der Pflanzen, die Pflanzgefäße, die Bodenstruktur sowie die Wirkung der ausgewählten Pflanzen und die Einrichtung in Bezug auf die Nutzung des Raumes bilden die Eckpfeiler des Gestaltungskonzepts. Es geht darum, einen harmonischen und anregenden Lebensraum zu schaffen, in dem sich alle Bewohner – Menschen und Pflanzen- wohlfühlen. Für ein langfristiges Gedeihen der Pflanzengesellschaft im Wintergarten müssen Wachstum und Ansprüche der einzelnen Arten berücksichtigt und aufeinander abgestimmt werden. Hier kann man der Natur einige Gesetzmäßigkeiten abschauen. Pflanzen brauchen vor allem Platz, um sich entwickeln und in ihrem charakteristischen Erscheinungsbild zeigen zu können. Auch aus gestalterischen Gründen sollte in der Bepflanzung auf Übersichtlichkeit geachtet werden. Pflanzgefäße Bei der Wintergartengestaltung kommt den Pflanzgefäßen eine hohe ästhetische Bedeutung zu. In erster Linie Behälter für das Substrat sind sie doch ein ganz entscheidendes Gestaltungselement im Wintergarten. Ihre Wirkung ist der in ihnen befindlichen Pflanzen absolut gleichzusetzen. Pflanzen und Gefäße gelten also als gleichwertig. Die Pflanzgefäße sollten deshalb sorgfältig und nach gestalterischen Gesichtspunkten ausgewählt und kombiniert werden. Größe, Material, Oberflächenstruktur, Form und Farbe tragen zur Raumwirkung der Pflanzen bei. Vor allem aber müssen Gefäß und Pflanze miteinander im Einklang stehen. So kommen zum Beispiel mediterrane Gewächse wie Oleander oder Myrte in rustikalen Terrakottatrögen am besten zur Geltung. Zu edlen Pflanzen wie Gardenien oder feingliedrigen Fiederpalmen passen hingegen eher reinweiße Keramikübertöpfe. Pflanzen nach Klimaansprüchen auswählen Der Mensch hält sich im Vergleich zu den Pflanzen im Wintergarten nur eine begrenzte Zeit auf. Behagen ihm dort die Temperaturen nicht, kann er den Raum verlassen oder meiden. Das ist den Pflanzen nicht möglich. Sie müssen sowohl mit Hitze als auch mit Kälte zurechtkommen. Deshalb ist es wichtig, vor der Auswahl der Pflanzen die Nutzung und damit das vorherrschende Klima des Wintergartens festzulegen. Wird er ganzjährig als vollwertiger Wohnraum genutzt und deshalb zeitweise sogar beheizt oder handelt es sich um einen frostfreien Glasgarten, der sich nur im Sommer bzw. bei milden Außentemperaturen zum längeren Aufenthalt eignet? Pflanzen für den Wohn-Wintergarten stammen meist aus den Tropen und sind ganzjährig grün. Im winterkühlen Wintergarten lassen sich immergrüne und sommergrüne Arten einsetzen, die aus Gebieten mit ausgeprägtem Jahreszeitenrhythmus (zum Beispiel Mittelmeerraum, Australien und Südafrika) stammen, einsetzen. Laubabwerfende Pflanzen eignen sich für Wintergärten, die im Sommer Schatten und Kühlung brauchen, im Winter aber das volle Sonnenlicht nutzen sollen. Oft fängt die große Liebe zu den exotischen Pflanzen ganz klein an, zum Beispiel mit einem geschenkten Olivenbäumchen oder mit einem Oleander-Steckling, den man als Urlaubserinnerung aus dem Süden selbst mitgebracht hat. Die ersten Jahre verbringen sie den Sommer auf der Terrasse, die Winter in einem kühlen, aber hellen Kellerraum. Doch nach und nach kommen immer mehr Arten hinzu - bis man kaum mehr Platz hat, um seine Schützlinge vernünftig im Haus zu überwintern. Wie schön wäre es da, wenn ein Wintergarten die Schar schöner Pflanzen aufnehmen könnte! Denn hier haben Sie das ganze Jahr etwas von Ihren Schätzen und können selbst im tiefsten Winter mitten im Grünen sitzen.
28.10.2010, 08:25 von gartenadmin |
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