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Garten-Lexikon

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10.05.2009, 09:34 von gartenadmin
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Blumengarten

Einen üppig blühenden, prächtig gedeihenden Blumengarten selbst zu schaffen ist sicher der Traum jedes Pflanzenliebhabers. Ein solcher Garten kann ein wahres Paradies sein, in dem die Pflanzen zu einem lebendigen Spiel aus Farben, Formen und feinen Blumendüften zusammenwirken.

Nur wo eine Pflanze sich wohlfühlt, gedeiht sie gut. Deshalb ist ihr Lebensbereich wichtigstes Auswahlkriterium für ihre Verwendung. Welche Pflanzen passen in meinen Garten? Um diese Frage zu beantworten, ist es einerseits nötig, die Standortverhältnisse, die Ihr Garten bietet, zu kennen, andererseits ist es wichtig, möglichst genau über die spezifischen Standortansprüche Ihrer Pflanzen Bescheid zu wissen. An welcher Stelle gibt es im Garten sonnige Bereiche, wo Schatten, wie trocken oder feucht ist der Boden und wie ist seine sonstige Beschaffenheit? Wie viel Licht brauchen die Pflanzen, wie viel Wasser und welchen Boden? Diese Überlegungen sind die Basis, auf der eine gute Bepflanzungsplanung aufbaut. Setzen Sie die Pflanzen dort ein, wo sie sich wohlfühlen, dann bleiben sie gesund und entwickeln sich prächtig.

Pflanzen, die an eine Gartensituation nicht sehr gut angepasst sind, müssen immer wieder gegen die aufkommende Spontanvegetation, also unsere bekannten Gartenunkräuter, verteidigt werden.  Wenn Sie die Standortansprüche der Pflanzen respektieren und sie entsprechend ihrer Lebensbereiche zusammen mit anderen Pflanzen gleicher oder ähnlicher Lebensbereiche einsetzen, ist das der Schlüssel zu gut funktionierenden, pflegeleichten Pflanzengemeinschaften in Ihrem Garten

Was macht die eine Pflanzung besonders schön und ausdrucksvoll? Warum wirkt die andere wie eine willkürliche Pflanzensammlung? Wenn eine Pflanzung ihre volle Schönheit entfalten soll, kommt es auf einige Komponenten an.

Bevor es ans Einkaufen und Auspflanzen geht, sollten Sie sich über ein paar Dinge im Klaren sein, damit Sie lange Zeit viel Freude an Ihrem Blumengarten haben. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wie viel Zeit Sie in etwa für die Pflege Ihrer Beete aufwenden können und wollen. Versuchen Sie, realistisch einzuschätzen, bei wie viel Aufwand Sie es als entspannenden Ausgleich oder eher als Last empfinden, sich um Ihren Garten zu kümmern. Möchten Sie am liebsten täglich nach Feierabend etwas draußen werkeln, haben Sie am Wochenende etwas Muße dafür, oder möchten Sie bis auf eine Frühjahrs- oder Herbstaktion den Garten weitestgehend sich selbst überlassen?

Je prächtiger Ihre Staudenpflanzung sein soll, und je mehr anspruchsvolle, großblumige Hybriden Sie verwenden wollen, desto mehr Pflegeaufwand ist damit verbunden. Die meisten Beetstauden müssen über den Sommer teilweise täglich gegossen und regelmäßig gehackt werden. Soll ein möglichst gleich bleibendes, vielfältiges Bild entstehen, muss immer wieder zurückgeschnitten, geteilt, um- und nachgepflanzt werden. Um die Pflege nicht zu umständlich werden zu lassen, sollten Sie Arten zusammenpflanzen, die auch in etwa die gleichen Pflegeansprüche haben (z. B. Düngermenge, Wassermenge, Düngezeiten)

Gestalten Sie Ihren Garten immer von Groß nach Klein. Als Erstes werden durch Gebäude, Bäume, Sträucher und Hecken die Räume festgelegt, innerhalb derer die Gartenblumen ihren Platz finden. Sie bestimmen die Grundstruktur des Gartens, bilden die Kulisse für lebendige Gartenszenen. Als Hintergrund für üppige Staudenpflanzungen eignen sich ruhige, gleichmäßig grüne Schnitthecken, z. B. aus Liguster (Ligustrum), Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), Hainbuch (Carpinus). Blütensträucher wie z. B. Pfeifenstrauch (Philadelphus), Spierstrauch (Spiraea), Weigelie (Weigela), Sommerflieder (Buddleia) oder Strauchrosen setzen eigene Akzente.

Es ist auch lohnenswert, sich ein paar Gedanken über den Stil Ihrer Bepflanzung zu machen. Nicht nur vom Pflegeaufwand, auch vom Charakter passen Beetstauden besser zu Beetstauden, Wildstauden besser zu Wildstauden. Genauso passen Pflanzen des gleichen Lebensbereichs von ihrer Ausstrahlung her meist besser zueinander. Darüber hinaus können Sie Ihrer Pflanzung ruhig ein Motto geben, denn das erleichtert eine Auswahl aus der Fülle der Möglichkeiten. Klassische Themen sind: Bauerngarten, Rosengarten, naturnahe Pflanzung, formaler Garten, Steingarten, Felssteppe, Heidegarten, Waldgarten oder auch Duftgarten oder Pflanzungen zu bestimmten Farbthemen. Adjektive wie prächtig, üppig, ruhig, zurückhaltend, heiter usw. eignen sich ebenfalls als hilfreiche Leitgedanken.

Bei der Gestaltung eines Gartens bewegen wir uns immer zwischen den Gegenpolen von Vielfalt und Einfachheit, Kontrast und Harmonie, Spannung und Ruhe, zwischen unveränderlichen, baulichen und belebten, pflanzlichen Elementen, zwischen der Farbigkeit der Blüten und dem ausgleichenden Grün der Blätter. In der Ausgewogenheit zwischen diesen Polen, der richtigen Mischung , die für jeden Ort neu gefunden werden muss, besteht die Kunst der Gartengestaltung.

Ein Garten, der immer in voller Blüte steht, ist kaum zu realisieren und wäre auch nicht besonders erstrebenswert. Denn nicht nur die spektakuläre Blüte wirkt, sondern auch der Spannungsbogen zu ruhigeren Bereichen. Gerade ein Blühschwerpunkt, der sozusagen durch den Garten wandert, setzt immer wieder Akzente und bringt neue Gartenbilder hervor. Das Jahr kann beispielsweise als Schwerpunktmotiv mit leuchtendem Gelb bis Gelborange im Frühjahr beginnen, über den Sommer zu Rot mit Orange  oder Rosa wechseln und schließlich im Spätsommer in blauen bis kräftig violetten Tönen enden. So kann die Farbgestaltung auch über das Jahr wechseln, und jede Blüte hat „ihre Zeit“.

Wann eine Pflanze blüht und wie lange, hängt letztendlich immer auch von ihrem aktuellen Standort ab und kann in Pflanzenbeschreibungen nur ungefähr angegeben werden. Gleiches gilt für die Blütenfarbe, die auch immer eine gewisse Bandbreite der Erscheinungsform hat. Das ist aber nicht unbedingt von Nachteil, sondern hat schon ganz unerwartete, besonders schöne Blühkombinationen ergeben.

Eine zusätzliche Dimension eröffnen Duftpflanzen. Sie berauschen nicht nur unsere Nasen, sondern locken viele Insekten an, die wiederum mit ihrem Gesumm und Geschwirr hochsommerliche Stimmung aufkommen lassen.

Bei allem Farbenreichtum der Blüten bleibt Grün trotzdem die wichtigste Farbe im Garten. Es verhilft den bunten Blüten erst zur vollen Entfaltung. Grün beruhigt das Auge, es kann Pflanzungen auflockern, Farben verbinden, Kontraste abschwächen und Übergangszonen schaffen. Neben allen Schattierungen von frischem Hellgrün, über Sattgrün und Blaugrün, bis hin zu kräftigem Dunkelgrün bereichern auch rötliche Töne, weißbunte und silbergraue Variationen die Palette. Auch Blüten können grünlich sein, wie die des vielseitig einsetzbaren Frauenmantels (Alchemilla mollis).

Neben der Form der Blüten, die einen entscheidenden Einfluss auf deren Ausdruck hat, spielen die Form der Blätter und die Gestalt der ganzen Pflanze eine entscheidende gestalterisch Rolle. Eine geschickte Zusammenstellung der Formen hebt die Farbgestaltung einer Pflanzung noch hervor. Gerade bei einfarbigen Kompositionen gewinnen die Pflanzenformen besonders an Bedeutung und müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Je nach Form der Blüte kann ein ganz anderer Eindruck entstehen: Orange Kaiserkronen wirken stattlich-pompös, orange Lilien dagegen feurig-wild, orange Ringelblumen wiederum sonnig-heiter. Durchgängig nahezu gleich große und ähnlich geformte Blüten wirken schnell eintönig. Durch die Variation von kleinblütigen Blütenständen (z. B. Frauenmantel, Storchschnabel, Schleierkraut), schlanken Ähren (Rittersporn, Fingerhut, Lupine, Salbei), Blütentrichtern (Trichtermalve, Taglilie), Blütentellern (Schafgarbe, Brennende Liebe) oder -körbchen (Aster, Sonnenhut) wird die Pflanzung dagegen lebendig. Zu viele kompliziert aufgebaute, exotische Blütenstände können ein Pflanzenbild überladen. Setzen Sie ausgefallene Formen sparsam ein, und verbinden Sie sie mit zurückhaltenderen, ruhigeren Elementen. Dann verstärken sich beide gegenseitig.

Jede Pflanzung lebt von der Spannung der Gegensätze. Kombinieren Sie großflächige Blätter mit grasförmigen, filigrane mit einfachen, ausgeprägt geaderte mit glatten. Die Bedeutung der Blätter sollte nicht unterschätzt werden, denn die meisten Pflanzen tragen über einen langen Zeitraum des Jahres gar keine Blüten.

Auch wenn eine Pflanze im Laden noch so verlockend aussieht, kaufen Sie nicht unüberlegt, sondern informieren Sie sich zuerst über die Pflanze.

  • Suchen Sie sich Ihre Pflanzen gezielt aus,  und investieren Sie in gute Qualität. Das macht sich am Ende bezahlt.
  • Das Wichtigste ist der Respekt vor den Ansprüchen der Pflanzen. Damit machen Sie sich und ihnen das Leben leichter. Falsch platziert hat auch eine noch so schöne Pflanze keine Chance auf Überleben.
  • Probieren Sie zuerst robuste Pflanzen und bewährte Kombinationen aus. In Ihrem Garten werden Sie einmalig wirken.
  • Es geht leichter, wenn Sie nicht mit allzu festen Vorstellungen ans Werk gehen. Lassen Sie sich von der Natur leiten, sie würde sich im Zweifelsfall ohnehin am Ende durchsetzen. Lassen Sie sich ruhig mal überraschen.
  • Zu jeder Entwicklung gehören Fehlschläge. Wo eine Pflanze eingegangen ist, kann schließlich eine andere anwachsen.

Gartenschauen sind immer lohnende Ausflugsziele, denn dort können Sie interessante Bepflanzungsbeispiele zu den verschiedensten Themen sehen und sich vielfältige Anregungen holen. Es lohnt sich auch, sich die gleiche Pflanzung im Jahresverlauf mehrmals anzusehen.

Beginnen Sie bei der Planung Ihrer Bepflanzung mit den so genannten Leitpflanzen. Sie bilden das Gerüst des Blumenbeets, genauso wie Bäume und Sträucher für den ganzen Garten. Als Leitpflanzen kommen solche Arten infrage, die, außer einer gewissen Höhe und Breite über eine dominierende Gestalt verfügen. Typische Leitpflanzen sind Blütenstauden wie Rittersporn, Sommermargerite, Schafgarbe, Bartiris oder auch hohe Gräser, in schattigeren Bereichen Eisenhut oder höher wachsende Farne. Denkbar sind auch kleine Strauch- und Beetrosen, die sich gut mit Stauden kombinieren lassen. Leitpflanzen sollten über eine möglichst lange Zeitspanne im Jahr das Gartenbild prägen, also nicht erst sehr spät austreiben oder frühzeitig einziehen. Für jeden Beetabschnitt wird nur eine leitende Pflanzenart festgelegt. Möglich ist auch eine Pflanzenart in einigen farbschattierten Sorten, z. B. Rittersporn in mehreren Blautönen. Es ist auch durchaus möglich, dass ich Leitpflanzen im Jahreslauf ablösen und dadurch auf derselben Fläche ganz neue Pflanzenbilder entstehen. An der Stelle, wo im Frühjahr Pfingstrosen hervortreten, können später Phlox-Hybriden die Leitung übernehmen und schließlich im Spätsommer bis Herbst hohe Astern die Pflanzung bestimmen. Solche Gestaltungen erfordern allerdings schon einige Erfahrung in der Zusammenstellung von Pflanzen, denn auf die neuen Leitstauden müssen auch neue Begleiter abgestimmt und im Voraus bedacht werden.

Die Begleitpflanzen gesellen sich zu den Leitpflanzen. Sie sind auf diese abgestimmt und unterstreichen deren Wirkung. Dennoch treten sie nicht völlig zurück, sondern entfalten durchaus ihre eigenen Reize. Typische Begleiter sind z. B. Mädchenauge, Storchschnabel und Salbei.

Schließlich ergänzen die Füllpflanzen das Pflanzenbild zu seiner Gesamtwirkung. Im Hintergrund füllen schwerpunktmäßig früher blühende, im Vordergrund spät blühende Pflanzen die noch vorhandenen Lücken. Unter den Füllpflanzen finden sich viele Bodendecker und Blattschmuckstauden. Auch die Sommerblumen gehören im Allgemeinen in diese Gruppe, obwohl es unter ihnen durchaus auch Leit- und Begleitpflanzen gibt. Typische Füllpflanzen sind Kriechender Günsel, Elfenblume, Japansegge, Gedenkemein, Thymian sowie Gold-Erdbeere.

Den letzten Schliff erhält eine Bepflanzung durch Zwiebel- und Knollenpflanzen. Sie bilden im Frühjahr die ersten Farbtupfer und setzen das i-Tüpfelchen auf die Sommerbeete. Kleinwüchsige Frühblüher werden den Gehölzen zugeordnet (Winterling, Krokus, Blausternchen u. a.), höhere Arten können in den Mittel- bis Vordergrund treten (Tulpen, Narzissen u.a.). Sommerblüher wie Lilien und Dahlien werden nach Geschmack zwischen den anderen Pflanzen angeordnet.

Für die Anordnung auf dem Beet spielen auch die unterschiedlichen Blütezeiten und das Einziehen der Stauden eine Rolle. Viele der früh im Jahr blühenden Pflanzen wie die meisten Zwiebelpflanzen, Christrose, später Gemswurz, Tränendes Herz, im Vorsommer, Bunte Margerite, Türkischer Mohn, Lupine ziehen nach ihrer Blüte bald ein. Sie müssen deshalb mehr im Hinter- bis Mittelgrund einer Pflanzung angeordnet werden, damit welkes Laub und entstehende Lücken von anderen Pflanzen gut verdeckt werden können. Andere Frühjahrsblüher eignen sich dagegen ausgesprochen gut für den Vordergrund wie Schleifenblume, Blaukissen, Bergenie, da sie auch nach der Blüte grün bleiben. Dauerhaft schöner und daher besonders gut für den Vordergrund geeignet sind der Frauenmantel und viele Storchschnabel-Arten. Werden sie nach der Blüte radikal zurückgeschnitten, bringen sie schon nach kurzer Zeit einen frischen Austrieb und oft eine zweite Blüte hervor. Im Spätsommer bis Herbst blühende Pflanzen werden eher im Vordergrund angeordnet wie niedrigere Funkien und Kissenastern. Ihr Laub ergänzt auch vor der Blüte schon die anderen Pflanzen. Höher werdende Herbstblüher wie Herbstastern, Oktobermargeriten, Anemonen finden ihren Platz dagegen im Mittel- bis Hintergrund.

Pflanzen Sie am Anfang nicht zu dicht, auch wenn es zuerst etwas leer aussieht. Sie hätten dann zwar schnell eine üppige Entwicklung, müssten aber umso schneller wieder eingreifen, wenn sich Pflanzen zu stark bedrängen. Zu große Lücken können leicht mit Sommerblumen gefüllt werden.

Farbe bereichert unsere ganze Welt. Sie ist eines der kraftvollsten Gestaltungsmittel des Gärtners. Richtig angewandt, macht sie den Garten lebendig und verleiht ihm eine besondere Atmosphäre. Sie wirkt auch auf unsere Gefühle: Eine Farbe kann beruhigen oder erfrischen, anregen oder schockieren; nur selten lässt sie uns völlig kalt.

Im Garten verleihen Farben Ihrem eigenen Geschmack Ausdruck. Natürlich ist Farbe im Garten überhaupt nicht statisch. Sie kann sich je nach Wetter und Tageszeit wandeln, so dass man es das ganze Jahr über mit einer Metamorphose zu tun hat.

Man sollte sich der Wirkung bewusst sein, die das Licht auf die Farbe der Gegenstände im Freien hat. Berücksichtigen Sie immer das örtliche Klima, wenn Sie Pflanzen nach den Farben aussuchen. In der Natur haben vor allem tropische Pflanzen Blüten von brillanter Farbe. In den sonnenerfüllten Gärten Kaliforniens und des Mittelmeerraums, unter strahlendem Himmel, sind kräftige, leuchtende Farben zu Hause. Gedeckte Farben und zarte Pastelltöne erscheinen in starkem Sonnenlicht fahl und ausgeblichen, im weichen, diffusen Licht gemäßigter Zonen entfalten sie dagegen ihre subtile Schönheit.

Der Geruchssinn ist der elementarste Sinn des Menschen. Obwohl dass Spektrum der Blütendüfte groß ist, lassen sich doch einige Gruppen klar abgrenzen. Manche Düfte liegen aber zwischen zwei Gruppen und werden wegen der subjektiven Wahrnehmung mal der einen, mal der anderen zugeordnet. Eine exakte Klassifizierung ist daher schwierig.

  • Schwere Düfte

Intensive, lang haltende Düfte, häufig von weißen oder cremefarbenen Blüten, etwa von Lilium candidum, Philadelphus, Flieder oder Maiglöckchen.

  • Aromatische Düfte

Angenehme Düfte nach Zimt, Gewürznelke, Vanille und Melisse, einschließlich Nelken, Schneeball, Hyazinthen und Nachtlevkojen

  • Veilchendüfte

Süße Düfte, die ermüdend wirken können, zum Beispiel von Iris reticulata, Acacia und Reseda odorata.

  • Rosendüfte

Leichte, süß-fruchtige Düfte; hier zählt auch der von einigen Duftblattpelargonien dazu.

  • Zitrusdüfte

Frische, herbe Düfte, wie etwa von Rosa bracteata, Nachtkerze und Seerose.

  • Fruchtige Düfte

Die große Gruppe mit verschiedenen Düften (außer Zitrone) umfasst beispielsweise Philadelphus, Cytisus battandieri (Ananas), Freesia (reife Pflaumen), Rosa wichuraiana (grüße Äpfel), Rosa soulieana (reife Bananen) und Iris graminea (Aprikosen).

  • Animalische Düfte

Gerüche nach Katzen, Hunden, Füchsen, Ziegen oder menschlichem Schweiß verströmen etwa Fritillaria imerialis, Hypericum, Margerite oder Codonopsis. Blüten mit Moschusduft haben beispielsweise Rosa moschata und Muscari muscarimi.

  • Honigdüfte

Moschusartig süßer, aber zarterer Duft, etwa von Buddleja, Sedum spectabile und Geißblatt.

 

Das Grün von Bäumen und Sträuchern gliedert ein Grundstück, ihr Geäst lässt Licht und Schatten spielen und im Tages- und Jahreslauf einander abwechselnd auf Gebäude fallen. Ganz ähnliche Effekte – nur viel ausgeprägter – erzielen Kletterpflanzen, die am Haus oder an der vorgesetzten Pergola mit Hilfe eines Gerüstes emporranken. Je nach Wahl der Pflanzenart wachsen sie mehr oder weniger flächig, locker oder dicht und zeigen häufig schöne Blüten, die gerade bei den Kletterpflanzen oft auffällig und eindrucksvoll über längere Zeit im Jahr erscheinen. Mit Kletterpflanzen lassen sich weiterhin Zäune sehr schön betonen, gliedern und farblich bestimmen. Für feste Stahleinfassungen, auch auf einem Mauersockel, sind besonders alle Clematis-Arten, Lonicera-Arten, Winterjasmin und Rosen empfehlenswert. Als Kriterium bei der Auswahl spielt die Besonnung des Standortes eine zentrale Rolle. Weiterhin lassen sich hier natürlich alle einjährigen Arten einsetzen, die jedoch immer wieder neu ausgesät beziehungsweise ausgepflanzt werden müssen. Man erreicht hierdurch aber auch die Möglichkeit zur alljährlichen Abwechslung. Besonders geeignet sind Zierkürbis, Prunkwinde, Feuerbohne, Schwarzäugige Susanne und Glockenrebe. Einfache Maschendrahtzäune oder Bambusgestänge kann man ebenso überwachsen lassen, wobei hier aus Stabilitätsgründen nur auf einjährige, wenig verholzende Arten zurückgegriffen wird. Ebenso sind hier auch Duftwicken sehr gut einsetzbar, die eine herrlich blühende Kulisse schaffen.

Mit einem Topfgarten eröffnen sich viele neue und vor allem zusätzliche Möglichkeiten den Garten zu gestalten. Die mobile Note der Töpfe verleiht der Gesamtsituation Lebendigkeit und Variabilität. Und wenn man erst einmal über die Anfangsjahre eines Gartens hinweg ist, dann werden die Arrangements des Topfgartens zu einer Möglichkeit, gezielt für Abwechslung zu sorgen. Zugleich hat das Arrangieren aber auch etwas Zufälliges, weil man immer neue Gestaltungsmöglichkeiten entdeckt. In einem Sommer beispielweise macht sich das Motto der Kugel im Topfgarten breit. Eine Blumenampel mit kleinen, kirschroten Zauberglöckchen hängt an einem großen Ast, der über die Blumentreppe ragt. Neben dem Möbel steht das Hochstämmchen einer Fuchsie, dessen Krone die Form einer Kugel hat. Strauchmargeriten als runde Büsche, Buchsbaumkugeln und einige Zierlauch-Arten mit kugeligen Blütenständen stehen in den Töpfen auf der Blumentreppe.

Für den Topfgarten eignen sich vor allem dauerhafte Schmuckpflanzen. Der Topfgarten lebt wie die verschiedenen anderen Bereiche des Gartens nicht ausschließlich nur von den Pflanzen, sondern natürlich auch vom dekorativen Beiwerk. Das können Gefäße oder auch kleine Kunstobjekte sein.

Fast jeder Gartenbesitzer träumt davon, seinen Garten in ein blühendes Paradies zu verwandeln. Bei aller Begeisterung für das Gärtnern- das Schneiden, Pflanzen, Säen, Ernten und Harken – sollten Sie nie vergessen, dass man den Garten auch genießen muss. Wenn Sie die Lust auf eine Pause oder einen kleinen Tagtraum verspüren, dann lassen Sie der Vernunft keine Chance.

31.05.2010, 12:26 von gartenadmin | 215 Aufrufe

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